Studienergebnisse

Die überwiegende Mehrzahl der Hund-Kind Interaktionen verläuft unproblematisch und wirkt wissenschaftlich belegt positiv auf die Gesundheit und psychosoziale Entwicklung von Kindern (e.g. Greiffenhagen, 1991; Ascione, 1992; Bergler, 1994;  Bercovitch, 2001; Kotrschal & Ortbauer, 2003; Stetina et al.; 2011).

Wissenschaftliche Untersuchungen bereichten aber auch:

  • 62% aller getesteten 4-Jährigen interpretieren eine aggressive Mimik (u.a. gefletschte Zähne) beim Hund als glücklich bzw. lächelnd (Meints et al., 2010).
  • Kinder unter 10 Jahren sind am meisten gefährdet von einem Hund attackiert zu werden (Schalamon et al., 2006).
  • 98% der Unfälle passerieren mit bekannten Hunden (Kasbekar et al., 2013).
  • 70% der Bissverletzungen geschehen im eigenen Zuhause (Kasbekar et al., 2013).
  • Jüngere Kinder werden am häufigsten an Kopf und Hals verletzt (Monroy et al., 2009; Meints & de Keuster, 2009).
  • Ältere Kinder werden am häufigsten an den Extremitäten (= Arme und Beine) verletzt (Monroy et al., 2009; Meints & de Keuster, 2009).

Bei genauerer Betrachtung stellt sich oft heraus, dass der Hund im Vorfeld deutliche Signale gesendet hat, die seitens der Kinder systematisch missachtet, übersehen und/oder nicht verstanden wurden. Wir können die Verantwortung einer Hund-Kind Begegnung nicht auf den Hund übertragen. Es liegt an uns, vorbeugende Maßnahmen zu setzen, um Kind und Hund zu schützen - für ein harmonisches Miteinander.